
6. Trainingslager der Karate Schule Alvaneu in S-Chanf
Am 12. Mai war es wieder soweit,
19 Karatekas der Karate Schule Alvaneu trafen sich in Tiefencastel,
um mit dem Zug nach S-Chanf zu fahren. Das Ziel war in den folgenden
5 Tagen 16 Stunden zu trainieren. Weitere 5 Karatekas stiegen in Filisur
zu und somit war die Gruppe vollständig.
In S-Chanf trennen üblicherweise
20 Minuten Fussmarsch den Bahnhof von der Truppenunterkunft. Aber wir
hatten Glück und die RhB gestattete uns, mitsamt unseren schweren Taschen,
an der für den Engadiner Ski-Marathon eingerichteten Haltestelle bei
der Truppenunterkunft auszusteigen.
Dort angekommen ging es darum
die Zimmer zu beziehen, das grosszügige Gelände der militärischen
Anlage zu erkunden und schon bald stand das Abendessen in der Cafeteria
an.
Doch noch bevor wir mit dem
Essen beginnen konnten, durften wir Sensei Mezzalira begrüssen.
Nach dem Essen hatten wir Zeit
die Taschen auszupacken und eine für unsere Senseis Gian-Andri und
Arno akzeptable Zimmerordnung zu erstellen. Nach 5 Trainingslager wissen
wir wie sie es haben wollen und so mussten wir auch keine Nachbesserungen
vornehmen.
Um 1930 Uhr war es soweit,
die ersten 90 Minuten schweisstreibendes Training standen auf dem Programm.
Sensei Mezzalira gab Übungen vor, die unsere Explosivität und Geschwindigkeit
bei Doppeltechniken verbessert. Und wir merkten bald, dass ein Schwerpunkt
der nächsten Tage die Beintechniken sein würden.
Um 2200 Uhr war bereist Nachtruhe,
aber wie es so ist, war es am ersten Abend bereits Nacht, aber die Ruhe
kehrte einige Zeit später eine.
13. Mai 2010:
Unsere Senseis interessierte
es nicht, wann die Nachtruhe effektiv eingetreten war und so kam um
0730 Uhr die Tagwache. Ach wie lieben wir es, mit Lichtanstellen und
dem Morgengruss "Morgen, gute geschlafen, Frühstück 0800 Uhr"
begrüsst zu werden.
Um 0930 Uhr standen wir wieder
in der Turnhalle. Dies fiel uns nicht allzu schwer. Denn draussen war
es kalt und es wechselte ständig zwischen Regen, Schnee und kurzen
Aufhellungen.
In den nächsten 60
Minuten arbeiteten wir an den Beintechniken. Immer wieder forderte der
Maestro "piu fort", "veloce" und "non molare". Und
schon war der erste Teil vorbei und unserer kleinen Karatekas konnten
unter die Dusche und sich fürs Mittagessen vorbereiten. Für uns ging
es weiter mit Kata, wobei der Schwerpunkt bei der Anwendung der Techniken
war.
Das Nachmittagstraining fing
mit Kata an und während unsere Kleinen sich mit dem Frisbi, dem Feder-
oder Fussball beschäftigten, ging es für und mit Kumite weiter. Und
stellt euch vor, der Angreifer hätte seine Arme schon unter die Dusche
schicken können. Mae ashi Mawashi Geri, Mawaschi Geri und Ura Mawashi
Geri waren gefragt und das alles piu forte, piu veloce.
Nach dem Nachtessen standen
noch Fussball und Unihockey auf dem Programm.
Und um 2200 Uhr war Nachtruhe.
Und die Ruhe kehrte auch schon bald ein.
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